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Winterurlaub: Was in die Reiseapotheke muss

Eisblumen an den Fenstern, klirrende Kälte, lustige Hüttenabende, stäubender Pulverschnee, die Luft ist wie Champagner - Winterurlaub kann soooo schön sein. Und sooo gesund: Das Immunsystem wird gestärkt, die Muskeln, die Organe, das Gehirn werden mit mehr Sauerstoff versorgt, unsere Stubenhocker-Kondition verbessert. Wenn aber doch was passiert, dann muss die Reiseapotheke richtig zusammengestellt sein. Tipps, was unbedingt mit muss.

Als Erstes gleich einmal eine Sache, die nicht zur Reiseapotheke gehört, aber unbedingt dabei sein sollte: Ein Schutzhelm. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene. In Italien für Kinder unter 14 Jahren übrigens eine Pflichtausrüstung. Bedenken: Bei schweren Skiunfällen verletzen sich 17% aller unter 15jährigen am Kopf.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten:

  • Der Helm muss richtig sitzen. Er darf weder drücken noch wackeln.
  • Er sollte eine Halterung für die Ski- oder Sonnenbrille haben.
  • Kaufen Sie einen Hartplastikhelm nach der Norm EN 1077 (CE Zeichen).
  • Kaufen Sie einen Helm nur im Fachgeschäft nach Beratung durch einen Verkäufer.

So, und nun zu Ihrer Reiseapotheke.

  1. Unbedingt rein muss Verbandszeug, elastische Binden, Wundsprays mit desinfizierender und blutstillender Wirkung.
  2. In Höhenlagen strahlt die Sonne viel intensiver, die gefürchtete UV-Strahlung nimmt pro 1 000 Höhenmeter jeweils um 20 Prozent zu. Also muss ein starker Sun-Blocker mit UV-A und UV-B-Schutz mit. Der sollte richtig fetthaltig sein, um die Haut in Höhen ab 2 000 Meter vor dem Austrocknen durch die Kälte und die extrem trockene Luft zu schützen. Nehmen Sie ja keine übrig gebliebene Sonnencreme aus dem Sommer: Die hat zu wenig Fett und kaum Kälteschutz.
  3. Wenn Sie fallen oder stürzen, müssen die Prellungen und/oder Verstauchungen so schnell wie möglich gekühlt und dann mit elastischen Binden fixiert und stabilisiert werden. Um Blutergüsse los zu werden brauchen Sie eine Heparin-Salbe. Auch entzündungshemmende Salben oder Tabletten sind wichtig. Und natürlich brauchen Sie unbedingt schmerzstillende Mittel.
  4. Nehmen Sie eine spezielle Kältecreme mit. Die legt sich wie ein wasserundurchlässiger Film auf die Haut, es kann keine Feuchtigkeit entweichen. Vor allem die Wangen, die Ohren und die Nase muss geschützt werden.
  5. Die Anpassung an die Höhenlage kann zwei bis drei Tage dauern. Dabei können Kopfschmerzen auftreten. Also nehmen Sie ein mildes Kopfwehmittel mit.
  6. Wenn Sie abseits der Pisten fahren wollen oder Touren planen, dann muss eine eine Gold-Silberfolie-Decke mit. Wenn Sie die benutzen um einen Verletzten vor dem Auskühlen zu bewahren, dann daran denken: Goldseite nach außen, Silberseite nach innen.
  7. Mit Sicherheit werden Sie an den ersten Urlaubstagen von Muskelkater geplagt: Massageöl mitnehmen.
  8. Ansonsten alles, was Sie für Ihre persönliche Gesundheit brauchen. Gehen Sie davon aus, dass Sie im Notfall nicht immer und oft nichst sehr schnell an die nötigen Medikamente herankommen. Danach richten Sie Ihre Reiseapotheke ein. Und besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

Zum Schluss noch ein Extra-Tipp: "Kein Prost bei Frost." Alkohol ist einfach schädlich bei Kälte. Nach einem kurzen Wärmegefühl kommt um so schneller und stärker die Abkühlung des Körpers.

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