Werbung im TV: Zuviel Fett, zu viel Zucker
Ein Team der Armstrong Atlantic State University in Savannah hat 84 Stunden Fernsehen zur besten Fernsehzeit und zwölf Stunden Vormittagsprogramm am Samstag analysiert. Die in der Werbung angebotenen Lebensmittel wurden von den Forschern gekauft und auf ihre Nährstoffe untersucht.
Die Ergebnisse waren niederschmetternd: Wer sich von den beworbenen Nahrungsmitteln ernährt hätte, der würde im höchsten Masse ungesund leben. Sein Zuckerkonsum wäre 25 mal höher als empfohlen, und sein Fettkonsum wäre 20 mal höher. Gleichzeitig würde er nur ein Drittel der empfohlenen Menge Obst und Gemüse verzehren.
Der Studienleiter Michael Mink: "Die Studie zeigt, dass unter den Nahrungsmitteln, die im Fernsehen beworben werden, solche überrepräsentiert sind, die mit chronischen Erkrankungen in Zusammenhang stehen". Sie enthielten grössere Mengen der ungesunden gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und Natrium. Total unterrepräsentiert sind Nahrungsmittel, die mit ihren Inhaltsstoffen vor Krankheiten schützen. Dazu gehörten: Ballaststoffe, Vitamine, Kalzium und Kalium.
Mein Kommentar
Irgendwie haben wir das doch geahnt: In Werbespots, in denen Prominente aus dem Sport oder Fernsehmoderatoren genussvoll in Fertigpizzas, Wurst- und Schinkenstullen beissen, werden wir geleimt. Die beissen nur pro forma - und für viel Geld - da rein, wir aber sollen das so angepriesene Zeug oft wie möglich essen. Und dafür auch noch bezahlen. Und wie wir bezahlen: Leider mit unserer Gesundheit. Meine Empfehlung: Nicht alles glauben, was da hinausposaunt wird, immer die Inhaltsangaben lesen.
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