Vorsicht Falle: Essen, das müde macht
Sogar Kaffee macht müde
Kaffee gilt im Allgemeinen als Muntermacher. Er kann auch zu niedrigen Blutdruck anheben und auf diese Weise fit machen. Doch er hat seine Tücken. Wenn man starken Bohnenkaffee trinkt und dazu nichts isst, dann bringt er zwar vorerst Schwung in den Organismus. Doch schon nach kurzer Zeit wird man müde. Die Erklärung: Nach etwa 30 Minuten zieht das Koffein die Blutgefäße im Kopf zusammen. Die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn wird gebremst, Müdigkeit tritt ein.
Bananen machen antriebslos
Die Banane ist eine wertvolle Frucht, die zahllose Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente liefert. Sie stärkt Herz und Kreislauf, hilft Stress abbauen, lässt unsere Nerven zu Drahtseilen werden und liefert schnell Energie. Das Wertvollste an der Banane aber sind die pflanzlichen Hormonstoffe Serotonin und Norepinnephrin. Sie sorgen dafür, dass unsere körpereigenen Glückshormone aktiviert werden. Das kann aber auch zum Problem werden: Eine oder zwei Bananen geben uns Schwung und Kraft. Wehe aber,
wir essen mehr Bananen auf einmal. Dann werden einfach zu viele Glückshormone produziert. Die Folge: Wir werden träge, müde und verlieren beispielsweise den Sportgeist. Der österreichische Mediziner Prof. Dr. Dr. Jörg Birkmayer hat nachgewiesen: Wenn
zwei Tennisspieler gleich gut spielen, der eine aber während des Matchs bis zu fünf Bananen verzehrt, so verliert er.
Schweinebraten macht träge
Schweinebraten mit Klößen zählt zu den kulinarischen Verführungen. Aber er ist nicht nur eine Gefahr für hohen Blutdruck und für zu hohe Cholesterinwerte. Nach so einer Portion wird man sehr bald sehr müde. Man hat nur mehr einen Wunsch: hinlegen und ausruhen. Die Erklärung: Nicht nur der Schweinebraten, sondern alle sehr fetten Speisen machen müde. Das Fett braucht viel Energie fürs Verdauen. Daher wird nach der Mahlzeit im Körper viel Blut aus dem Gehirn zum Magen geleitet, weil es dort benötigt
wird. Die mangelnde Durchblutung im Gehirn macht müde. Aus diesem Grund warnen Sportmediziner: Nichts Fettes essen, Fett macht träge!
Hülsenfrüchte produzieren Blähungen
Linsen, Erbsen, Bohnen nehmen uns Kraft, wenn wir zu viel davon essen. Die Erklärung: Die zahllosen Ballaststoffe der Hülsenfrüchte bremsen den Verdauungsprozess. Sie gelangen unverdaut bis in den Dickdarm. Und sie aktivieren dort Bakterien, die sich an die Ballaststoffe heranmachen. Dabei kommt es zu Blähungen und Völlegefühl. Und zu Müdigkeit. Ganz besonders dann, wenn man nach altem Brauch zum schnelleren Garen von Bohnen und Linsen dem Kochwasser Natron zufügt. Das Natron zerstört Vitamine, vor allem jene B-Vitamine, die für Vitalität zuständig wären. Einzig und allein die Sojabohne macht nicht müde, weil sie dem Gehirn Lecithin liefert. Aus dem Lecithin wird Cholin. Und aus dem Cholin produziert das Gehirn Acteylcholin, ohne das wir nicht denken können. Gleichzeitig verhindert Acetylcholin Müdigkeit.
Weißes Mehl killt die Vitalität
Weißbrot, Brötchen aus weißem Mehl, aber auch alle Speisen aus weißem Industriemehl machen müde. Die Erklärung: Es handelt sich dabei um so genannte „schnelle Kohlenhydrate“, die in den Körper stürzen. Sie machen der Bauchspeicheldrüse Stress, weil sie den Blutzuckerspiegel emporschnellen lassen. Die Bauchspeicheldrüse fühlt sich bemüßigt, viel Insulin zu produzieren. Dann stürzt der Blutzuckerspiegel ab, und man wird enorm müde.
Vollkorn + Süßes = Schläfrigkeit
Bei Vollkorn-Produkten kann das im Grunde genommen nicht passieren. Mit einer Ausnahme: Wenn jemand ganz besonders gesund leben will und Vollkornbrot mit Konfitüre oder mit Honig oder Nougatcreme isst, dann bekommt er Magendrücken und wird
müde. Kein Wunder: Der Zucker aus dem Brotbelag verträgt sich nicht mit den Randschichten des vollen Korns. Besonders müde wird man, wenn man zwei bis drei Croissants isst. Sie sind nicht nur aus Weißmehl, sondern auch sehr fettig.
Torten fressen Vitamine auf
Torten, Kuchen, Zucker im Getränk: All diesen süßen Verführungen machen müde. Die Erklärung:Sie fressen in unserem Organismus die wertvollen B-Vitamine, die für unsere Vitalität zuständig sind: B1, B3, B6 und Folsäure. Sobald wir einen Mangel an diesen
Vitaminen haben, sinkt unsere Leistungskraft.
Kakao als Einschlafhilfe
Schokolade, vor allem die mit einem hohen Kakaoanteil, macht glücklich. Das hat sich inzwischen zur Freude aller Schoko-Fans herumgesprochen. Die Substanz Phenylethylamin im Kakaopulver fördert die Produktion von Glückshormonen. Doch zu viel davon macht schon nach kurzer Zeit müde und schläfrig. Darum gilt ja auch Trinkschokolade als Einschlafhilfe.
Rührei hat Müdigkeitseffekt
Eine Untersuchung der Frühstücksgewohnheiten von Schülern hat ergeben: Wenn Kinder morgens Rührei essen, werden sie müde. Hingegen macht Vollkornbrot – belegt mit fettarmem Schinken – fit. Die Erklärung: Der Müdigkeitseffekt beim Rührei kommt von em erhitzten Fett, mit dem es zubereitet wird.
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