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Vitamine von der Sonne

© Ferianda Cakrajaya - Fotolia.com
Millionen von uns haben viele Monate darauf gewartet, dass endlich wieder die Sonne vom Himmel strahlt und unsere Haut unter der behaglichen Wärme prickeln lässt. Ein amerikanischer Wissenschaftler fordert: Jeder sollte täglich Sonne genießen.

Doch da sind die ernsthaften Warnungen zahlloser Dermatologen:

„Sonnenbäder fördern den Hautkrebs!“ Sollen wir uns nun über die sonnigen Tage freuen oder nicht? Ist die Sonne nun gut oder böse?
Das Thema wird zwischen Wissenschaftlern und Ärzten heftig diskutiert. Anlass ist die Arbeit des amerikanischen Hautarztes Prof. Dr. Michael Holick von der Universität Boston. Daraus geht hervor, dass speziell in Mitteleuropa Millionen Menschen einen Mangel an Vitamin D haben. Und dass dieses Vitamin D in optimaler Qualität nur im Körper des Menschen durch Sonnenbestrahlung produziert wird. Man kann in sonnenarmen Zeiten Vitamin D auch aus Meeresfisch, Eiern, Lebertran, Rinderleber und Pilzen, aber auch in Form von Nahrungsergänzungen aufnehmen. Doch dieses Vitamin D ist mit jenem, das mit Hilfe der Sonne hergestellt wird, nicht zu vergleichen.

Was macht das Vitamin D für den Menschen so wichtig?

  • Es ermöglicht die Aufnahme von Calcium in die Knochen, schützt
  • vor Osteoporose und Rachitis.
  • Es senkt das Risiko für Nierenerkrankungen und für Dickdarm-, Prostata-, Brust- und Gebärmutterkrebs. Damit wird die Sonne, die ja im Übermaß genossen Hautkrebs auslösen kann, plötzlich zu einem Krebsschutz-Faktor. Das ist auch der Grund, warum über dieses Thema so heftig diskutiert wird.

Die Diskussion ist völlig unnötig: Natürlich ist es gefährlich, speziell mit der dünnen Ozonschicht über uns, stundenlang in der prallen Sonne zu braten, noch dazu ohne oder mit dem falschen Sonnenschutzmittel. Aber: Ein gewisses Quantum Sonne braucht der Mensch, um gesund, jung und vital zu bleiben. Prof. Dr. Michael Holick sagt: „Wir sollten jeden Tag zehn bis zwölf Minuten Gesicht, Unterarme und Hände von der Sonne bestrahlen lassen. Damit kann man viele Krankheiten verhindern!“ Bei dieser Bestrahlung von 10 bis 12 Minuten sollte kein Sonnenschutz- Präparat auf die Haut aufgetragen werden, sonst wird kein Vitamin D in der Haut gebildet.

Das sin d die positiven Seiten der "guten Sonne":

Der Stoffwechsel wird angeregt und beschleunigt. Die Durchblutung der Haut wird verbessert. Das körpereigene Schlafhormon Melatonin wird gebremst. Damit verschwinden trübe Gedanken, und schlechte Laune.Mineralstoffe aus der Nahrung – besonders Magnesium – werden an sonnigen Tagen besser vom Körper aufgenommen. Offene Wunden heilen besser und schneller. Psoriasis und Neurodermitis werden gelindert.

Man nimmt an sonnigen Tagen leichter ab, weil man ja auch weniger isst. Alltagschmerzen wie Rheuma und Gicht verschwinden, Akne und Pickel lassen sich gut behandeln.Die Sexualhormone werden massiv angeregt. Und welche Gefahren drohen uns von der „bösen Sonne“?

Während die langwelligen UVA-Strahlen der Sonne außer Bräunung in der Haut keine Reaktion auslösen, können die kurzwelligen UVB- und UVC-Strahlen zur Gefahr werden. Sie schädigen wichtige Zellstrukturen, nämlich die Kernsäuren. Es kann durch übermäßiges Sonnen zu einem Sonnenbrand kommen. Fünf Sonnenbrände in der Kindheit verdoppeln bei Erwachsenen die Hautkrebs-Gefahr. Ein Zusammenhang zwischen intensiver Sonnenbestrahlung und einem erhöhten Risiko für Hautkrebs ist medizinisch nachgewiesen.

  • Die sonnenbestrahlte Haut altert schneller. Die Faltentiefe wird ausgeprägter.
  • Die Haut verliert schnell viel Feuchtigkeit.
  • Wer sich zu viel der Sonne aussetzt, bekommt eine lederne und unansehnliche Haut.
  • Übertriebene Sonnenbestrahlung schwächt das Immunsystem.
  • Erstes Anzeichen: Man bekommt eine Fieberblase. Oder man handelt sich nach einem ausgedehnten Sonnenbad leicht eine Erkältung ein. Die Lippen werden durch intensiven Sonneneinfluss trocken, rau und rissig.

Bei manchen hellhäutigen Menschen wird die Bildung von Sommersprossen gefördert. Die Haare bleichen aus, werden spröde und verlieren an Festigkeit.
Die typischen Folgen von zu viel Sonne: Kreislaufprobleme, Kollaps, Sonnenstich, Kopfschmerzen, Schwindel. Langfristige, intensive Sonneneinwirkung auf die Augen kann zu Grauem Star sowie zu einer Netzhaut-Störung – der so genannten Makula-Degeneration – führen.

Also: Es gibt eine gute und eine böse Sonne. Doch der bösen Sonne können wir einfach aus dem Weg gehen, wenn wir den Sonnenkonsum nicht über- treiben. Im Interesse unserer Gesundheit brauchen wir an Sonnentagen etwa zehn bis zwölf Minuten die Sonnenstrahlen auf unserer Haut. Für den Körper, den Geist und für die Seele.

Vitamin D in der Haut gebildet. Das sind die positiven Seiten der „guten Sonne“:

Der Stoffwechsel wird angeregt und beschleunigt. Die Durchblutung der Haut wird verbessert. Das körpereigene Schlafhormon Melatonin wird gebremst. Damit verschwinden trübe Gedanken, und schlechte Laune.

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