Selbsthilfe für schönes Haar
Als körpereigene Klimaanlage brauchen wir das Haar seit etlichen Jahrtausenden nicht mehr. Aber es dient unserer Schönheit und unserm Selbstwertgefühl. Menschen mit Haarproblemen - vor allem natürlich die Frauen - entwickeln große seelische Probleme. Das Selbstwertgefühl sinkt, die Minderwertigkeitskomplexe wachsen. Das ist natürlich ein wunderbarer Nährboden für Heilsversprechen, mit denen sich viel Geld verdienen lässt. Die Kosmetikindustrie hat das schon seit langem begriffen. Aber, eigentlich brauchen wir die Chemie gar nicht so dringend, die Natur kann in Sachen Haarpflege und - schönheit auch sehr hilfreich sein.
Ganz simple Pflege bei trockenen Spitzen und fehlendem Glanz geht so: Ein Eigelb mit einem Esslöffel Klettwurzelöl aus der Apotheke vermischen. Das Ganze sanft ins Haar massieren und etwa 20 Minuten einwirken lassen. Anschließend sorgfältig ausspülen. Ein Spritzer Zitrone bei der abschließenden Spülung bringt zusätzlichen Glanz.
Henna kennt jeder, es ist eine natürlich Farbe für das Haar und die Haut. Es gibt aber auch hochwertiges, nicht färbendes Henna, das die Haare pflegt. Kein billiges Henna verwenden, stattdessen lieber ein wenig mehr für gute Produkte aus dem Bioladen oder Reformhaus bezahlen. Das Hennapulver mit warmem Wasser anrühren, auftragen und etwa eine halbe Stunde einwirken lassen. Ein Eigelb oder ein wenig Olivenöl sorgen für noch mehr Pflegewirkung. Anschließend gut ausspülen.
Hier einige Tipps für eine natürliche Haarpflege:
- Übersäuerung des Körpers führt zu Haarausfall. Vermeiden Sie tierische Fette, Weißmehlprodukte, gesüßte Getränke, zu viel Zucker, Kaffee, schwarzen Tee, Alkohol, Nikotin, kohlensäurehaltiges Wasser und fette Milchprodukte.
- Waschen Sie haar einmal in der Woche mit Bier. Wirken lassen, nach einer halben Stunde gründlich mit eine schwachen Zitronen- oder Essiglösung auswaschen.
- Hacken Sie eine Zwiebel sehr fein und mischen Sie sie mit Honig. Diesen Brei am Abend auf die Kopfhaut auftragen, gut abdecken und über Nacht einwirken lassen. Am Morgen sehr sorgfältig ausspülen.
- Lassen Sie beim Hautarzt Ihr Haar vorsorglich auf Pilzbefall untersuchen.
- Stoppen Sie das Rauchen. Nikotin verengt die Gefäße, die superdünnen Äderchen in der Kopfhaut können kein Blut mehr zu den Haarwurzeln transportieren, die Nährstoffe bleiben aus, die Wurzeln verkümmern.
- Stellen Sie mit einer Tee-Kur das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen in Ihrem Körper wieder her.
- Mixen Sie aus frischem Hühnerei und Weizenkeimöl eine Haartinktur, einmal in der Woche anwenden.
- Die Verwendung von Bockshornsamen spielt in der Haarpflege traditionell eine große Rolle. Die Mittel gibt es auch als Kapseln, die zusätzlich mit Mikronährstoffen angereichert wurden (Info: www.arcon-international.de)
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