Schokolade macht glücklich
Schokolade mit ihrem Gehalt an Kakaopulver und Zucker hat nicht gerade den Ruf, gesund zu sein, im Gegenteil. Sie macht dick und ist ungesund für Menschen mit Magen- und Verdauungsproblemen. Und trotzdem: Wer von uns kennt ihn nicht, diesen Heißhunger nach einem Stück Schokolade, gerade wenn man frustriert, gestresst oder traurig ist oder sich einfach nur nach anstrengender körperlicher oder geistiger Arbeit mit diesem süßen Trost belohnen möchte?
Des Rätsels Lösung: Schokolade macht glücklich! Sie wirkt sich positiv auf unsere Stimmung und Gefühle aus und ist sogar imstande, depressive Verstimmungen zu vertreiben. Diese Wechselwirkung von Schokolade und seelischer Verfassung ist keine bloße Spekulation, sondern wissenschaftlich nachgewiesen. Dies verdanken alle Schoko-Süchtigen dem amerikanischen Mediziner Dr. Michael Liebowitz, der in jahrelangen Untersuchungen die Substanz gefunden hat, welche die Schokolade zu einem süßen Stimulator macht: Es ist ein biogenes Amin mit dem Namen Phenyläthylamin. Diese Substanz wird zwar vom Körper auch selbst produziert, aber nur in sehr kleinen Mengen. Wie wirkt Phenyläthylamin?
Es gelangt über das Blut ins Gehirn und steuert von hier aus positive Emotionen, hilft, positive Nervenimpulse weiterzuleiten. Phenyläthylamin wirkt also bei trüber Stimmung wie ein Aufputschmittel. Ach ja, wen es interessiert: Es hat außerdem aphrodisische Wirkung.
Aber – nicht gleich losrennen und eine Tafel Schokolade verputzen. Diese Entdeckung ist nämlich kein Freibrief für ungehemmten Schokoladengenuss. Ein Gramm Schokolade enthält rund sechs Mikrogramm Phenyläthylamin. Laut Dr. Michael Liebowitz können bereits zehn Gramm Schokolade unter Umständen reichen, dass die eigene Stimmung steigt.
Kein Wunder also, dass sich die Menschen, jung und alt, vom Zauber der Schokolade verführen lassen – und das seit rund tausend Jahren. Ein kleines Stück ist gut für manches lebensnotwendige Glücksgefühl.
Übrigens: Eine Studie der italienischen Universität dell’ Aquila hat ergeben, dass Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil (siebzig bis fünfundachtzig Prozent) zahlreiche Bioaktivstoffe (Resveratol) liefert. Diese senken den Bluthochdruck, verbessern schlechte Blutzuckerwerte und halten unsere Körperzellen länger jung.
Schokoladiges Dessert
Und hier ein Rezept für ein schokoladiges Dessert zum Aufmöbeln der Stimmung (Angaben für eine Person):
Ein Eigelb mit 15 g Honig schaumig schlagen, 125 ml Milch, etwas Salz und 20 g Vollmilchschokolade dazugeben. Im Wasserbad alles zu einer cremigen und steifen Masse schlagen. Nicht kochen lassen! Zwei Blatt weiße Gelatine in etwas kaltem Wasser einweichen, ausdrücken, in die heiße Creme rühren, ein paar Tropfen Cognac dazugeben. Unter Rühren kalt werden lassen. Dreißig Minuten im Kühlschrank stehen lassen. 2 Esslöffel Schlagsahne steif schlagen, ein Eiweiß ebenfalls steif schlagen. Beides in die Creme einrühren. Mit einem Sahneklacks und ein paar Schokosplittern verziert servieren.
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