Naturarznei: Kirschen gegen Rheuma und Cellulite
Kirschen sind Naturarznei
Es ist wieder Kirschenzeit. Überall gibt es die heimischen, reifen Früchte zu kaufen. Die roten, süßen und saftigen Kirschen schmecken nicht nur köstlich erfrischend. Man kann sie auch als „Naturarznei vom Obstbaum“ bezeichnen. Sie enthalten reichlich Vitamin C und das Spurenelement Zink fürs Immunsystem, Folsäure für Herz und Kreislauf, Calcium für die Knochen und Eisen fürs Blut. Das Wertvollste aber sind die Pflanzenfarbstoffe der Kirschen, auch Anthocyanidine genannt.
Dunkle Kirschen gegen Gicht
Die Wirkung dieser Farbstoffe hat im Jahr 1950 der in Texas lebende deutsche Arzt Dr. Ludwig Blau entdeckt. Er litt selbst unter Gicht, hatte starke Schmerzen und musste sogar zeitweise im Rollstuhl sitzen. Er beobachtete: Wenn er jeden Tag 2 Handvoll Kirschen gegessen hatte, wurden die Schmerzen deutlich gelindert. Daraufhin startete er eine Studie mit Gicht- und Rheuma-Patienten. Seither ist nachgewiesen: Kirschen senken den Harnsäurespiegel und bekämpfen Entzündungen. Die dunklen Kirschen wirken besser gegen Rheuma und Gicht als die hellen,weil sie mehr Farbstoffe enthalten.
Diese Anthocyanidine haben auch kosmetische Wirkung. Sie stärken das Binde-Gewebe und bekämpfen jene schädlichen Enzyme, die unsere Haut welk, alt und faltig machen. Kirschen sind also auch ein Jungbrunnen, das Frauen und Mädchen hilft, Cellulite vorbeugen.
Diese dunklen Farbstoffe wirken aber auch gegen Muskelkater und Wadenkrämpfe. Das hat man erst kürzlich an der Universität von Vermont (USA)nachgewiesen. Nicht uninteressant für alle, die Sport treiben und es nicht gewohnt sind.
Kirschen regen die Bauchspeicheldrüse an
- Mit ihren Schutzsäuren und dem Fruchtzucker regen die Kirschen die Arbeit des Magens, des Darms und auch der Bauchspeicheldrüse an, fördern somit die Verdauung. Dazu trägt auch der reiche Anteil an Ballaststoffen bei.
- Kirschen entwässern und entlasten daher Herz und Kreislauf , aktivieren die Leber und die Nieren.
- Antibakterielle Substanzen in den Kirschen verhindern die Bildung von Zahnbelag. Sie können Karies und Zahnfleischproblemen wie der Parodontitis vorbeugen.
- Am besten, man isst Kirschen gleich so.Vorher gut waschen.Hier aber das Rezept für ein einfaches, köstliches Dessert: 130 Gramm Kirschen ohne Kern und ohne Stiel. 1 Becher Vanille-Joghurt darübergiessen. Darauf ein Klacks Kirschen-Konfitüre.Fertig.
- Auch Kirschensaft, den man das ganze Jahr über im Reformhaus aus biologischem Anbau kaufen kann, hat dieselbe Wirkung wie frische Kirschen. Man muss dann jeden Tag 1/4 Liter trinken.
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