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Kinder und Allergie: Keine Angst vor Hunden

Kuscheln, streicheln, schmusen - viele Kinder wünschen sich ein Tier zum Liebhaben. Und viele Eltern verweigern diesen Wunsch, weil sie Angst haben, das Kind könnte allergisch reagieren. Wie groß ist die Gefahr wirklich.

Immer wieder fließen Tränen und es kommt zu Auseinandersetzungen: Das Kind wünscht sich ein Haustier, die Eltern verweigern aber diesen Wunsch, weil sie Angst haben, dass dieses Tier bei ihrem Kind eine allergische Reaktion auslöst. Diese Angst ist manchmal berechtigt - sehr oft aber ist sie überflüssig. Im Gegenteil: Eine große, europaweit angelegte Studie der Münchner Universität hat nachgewiesen, dass Kinder die in einer ländlichen Umgebung mit häufigem Kontakt zu Tieren aufwachsen, sehr viel weniger allergieanfällig sind als Großstadtkinder.

Dennoch: Abzuraten ist vor allem von Katzen oder Nagetieren (Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen). Denn Deren Haare und Hautabsonderungen enthalten Eiweissstoffe, auf die das kindliche (und nicht nur dieses) Immunsystem besonders heftig und empfindlich reagiert.

Ganz anders ist das bei Hunden. Untersuchungen hab en ergeben, dass Kinder die mit Hunden zusammen leben, sehr viel weniger anfällig für Allergiern sind, als ihre hundelosen Altersgenossen. Das gilt generell nicht nur für die Tierhaar-Allergien, sondern auch für Immunempfindlichkeiten gegenüber Pollen (Heuschnupfen), Hausstaubmilben oder Schimmelpilzen.

Wenn ein Kind allerdings unter Asthma leidet, dann sollte auf ein behaartes oder befiedertes Haustier verzichtet werden. Da sind eigentlich nur Fische oder Schildkröten gestattet.

Übrigens: Bei den Hunden sind Beagles und Schäferhundes am wenigstens gefährlich, bei Boxern und Schnauzern kommt es seht oft zu allergischen Reaktionen, wenn Kinder mit ihnen in Berührung kommen.

Wenn Sie oder Ihr Kind mit einer Haustier-Allergie Probleme haben, dann sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Das Schlafzimmer darf von den Haustieren nicht betreten werden.
  • Sollte es vor dem Feststellen einer Allergie bei Ihnen oder Ihrem Kind im Schlafzimmer oder sogar im Bett geschlafen haben, dann hilft nichts - das Bettzeug muss weg.
  • Das betreffende Haustier so weit wie möglich im Freien halten.
  • Fell ausbürsten und jede Pflege immer nur draußen machen. Möglichst von einem Menschen, der nicht allergisch ist.
  • Wenn Sie Ihr Haustier wegen der Allergie abgegeben haben, dann sollten Sie sich einen Luftreiniger anschaffen.
  • Auch wenn Sie schweren Herzens ein Tier weggegeben haben - Allergene tragen Sie noch lange Zeit in Ihrer Kleidung herum.
  • Kater sollten Sie kastrieren lassen - sie produzieren sonst doppelt so viele Allergene wir Katzen.

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