Honig die süße Gesundheit
Während ein Teil der Bienen für die Honig-Produktion im Stock verantwortlich sind, fliegen andere Bienen -vor allem im Spätsommer und im Herbst - aus und holen von ganz bestimmten Bäumen Harze und verwandeln sie mit ihren Sekreten zu Propolis. Der Name Propolis stammt aus dem antiken Griechenland und heißt soviel wie " vor der Stadt". Gemeint ist, daß diese Natursubstanz dafür sorgen kann, daß Seuchen und Krankheiten vor der Bienenstadt -vor dem Bienenstock bleiben. Die Bienen verschließen Waben mit Propolis. Sie umhüllen fremde, tote Insekten, die sie im Bienenstock vorfinden.
Propolis ist wertvoll für uns Menschen
Propolis wirkt entzündungshemmend, kann Wunden schneller verschließen, bekämpft aber vor allem erfolgreich Viren, Bakterien und Pilze. Außerdem hat es einen positiven Einfluß auf gewisse immunologische Vorgänge im Körper des Menschen und kann daher die natürlichen Abwehrkräfte stärken. Propolis gibt es als Tinktur. Man kann damit Lippenherpes stoppen und die Mund- und Rachenhöhle desinfizieren. Gegen Lippenherpes reibt man Propolis bei den ersten Symptomen - etwa bei Juckreiz auf der Haut an der Lippe - pur ein. Fürs Gurgeln verrührt man 15 Tropfen in einem Viertelliter lauwarmem Wasser.
Es gibt Propolis als braune Salbe gegen verkrampfte Muskeln, gegen Rückenschmerzen, gegen Zerrungen und Prellungen. Man reibt die Propolis-Salbe am besten abends ein und läßt sie über Nacht einwirken.
Es gibt aber Propolis auch als Kapseln. Die nimmt man gegen Magen- Probleme ein.
Gelee royal der Jungbrunnen
Etwas ganz Besonderes ist auch Gelee royale aus dem Bienenstock. Es handelt sich dabei um den Futtersaft, den nur die Königin bekommt. Gelee royale ist das natürlichde Produkt aus den Kopfdrüsen der Honigbienen. Der Saft ist ausschließlich als Nahrung für die Königinnen-Larven und für die Bienenkönigin gedacht. Die Arbeitsbienen bekommen Gelee royale ausschließlich zwei Tage lang. Die Königin hingegen wird ein Leben lang damit versorgt. Sie wächst dadurch schneller, wird auch größer und wird 5 Jahre alt, während eine Arbeitsbiene nur ein paar Wochen lebt.
Gelee royale ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Bioaktivstoffe und hormonähnlichen Natursubstanzen. Gelee royale gilt seit jeher als Jungbrunnen für den Menschen uns wird daher zu Cremes, Salben und Kapseln verarbeitet. Vor allem die Kosmetik setzt diesen Stoff aus dem Bienenstock intensiv ein.
Blütenpollen für mehr Liebeslust
Ein weiteres, überaus interessantes Produkt aus der Welt der Bienen sind die Bienenblütenpollen. Es handelt sich dabei um Blütenpollen, die von den Bienen beim Nektarsammeln an den Füßchden und am Körper aus den Blütenkelchen mitgenommen und in den Bienenstock eingebracht werden. Hier werden die Pollen mit den Sekreten der Bienen zu wertvoller Nahrung -zum sogenannten Bienenbrot - verarbeitet.
So ein Pollen besteht aus einer Vielzahl von mikroskopisch kleinen Körnchen, die von den Bienen zu einer Kugel gedreht und im Stock aufbewahrt werden. Bienenblütenpollen haben einen extrem hohen Anteil an lebensnotwendigen Aminosäuren. Untersuchungen und Studien der letzten 30 Jahre haben gezeigt, daß die Einnahme von fermentierten Bienenpollen Frauen, die sich in den Wechseljahren befinden, eine bessere Lebenqualität vermitteln. Bei Männer - das zeigen Studien in den arabischen Ländern - führt die Einnahme von Bienenpollen zur einer verbesserten Liebeslust und Liebeskraft.
Nicht unerwähnt sollte das Bienenwachs bleiben. Es wird in den Wachsdrüsen am Bauch der Arbeitsbienen gebildet.In den Drüsen ist das Wachs noch flüssig. Sobald es die Drüsen verläßt und mit Sauerstoff in Kontakt kommt, verfestigt es sich in Blätterform. Das Wachs wird im Bienenstock unter anderem zum Bau der Waben verwendet. In der Antike haben die Menschen damit bei ihren Totgen Einbalsamierungen vorgenommen. Heute werden aus Bienenwachs in erster Linie Kerzen und Poliermittel hergestellt.
Man findet aber im Lebensmittel-Handel hin und wieder Gläser mit Honig, in denen ein Stück Bienenwachs eingelegt ist. Diese Honigwaben stärken das Immunsystem gegen Erkältungen. Das Geheimnis sind die Wirkstoffe im Honig und in den Pollen, die in das Bienenwachs-Stück eingeschlossen sind.
Honig die Superarznei
Der wichtigste und beliebteste Stoff aus der Welt der Bienen ist zweifelsohne der Honig. Er hat so viele gesundheitsfördernde Eigenschaften:
- Durch den raschen Aufbau von Zuckerreserven kann er das Herz kräftigen. Honig fördert eine schlechte Durchblutung des Herzens und kann Unregelmäßigkeiten der Herzschlag-Folge abbauen.
- Das besondere Gemisch von Trauben- und Fruchtzucker kann auch die Heilung einer Mandelentzündung begünstgigen.
- Honig wirkt sich günstig auf rheumatische Beschwerden, auf eine Blasenentzündung und auf eine Nierenentzündung aus.
- Man kann mit einem Teelöffel Honig, den man im Mund zergehen läßt Nervosität und Müdigkeit erfolgreich bekämpfen.
- Honig wirkt bei vielen Verdauungsproblemen, hilft bei einer Darminfektion.
- Honig fördert den Schlaf.
- Er unterstützt die ärztliche Betreuung bei Leber- und Gallen-Erkrankungen.
- Honig liefert die Vitamine B 1, B 2, B 6 und C. Damit wird er zu einem Anti-Stress-Mittel.
- Er kräftigt aber auch den gesamten Organismus durch die Mineralstoffe und Spurenelemente Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Kupfer und Schwefel.
- Honig versorgt uns mit sogenannten Inhibinen. Das Substanzen, die den Organismus gegen Erkältungen stark machen.
- Honig kann auch in vielen Fällen gegen Verstopfung wirken.
- In vielen Rezepten der Pflanzenheilkunde kann man lesen, daß Kräutertee mit etwas Honig gesüßt werden darf. Der Tee, in den man den Honig einrührt, sollte allerdings lauwarm und auf keinen Fall heiß sein. Honig ist sehr wärmeempfindlich und wird ab einer Temperatur von 40 Grad Celsius wertlos.
Wir sollten jeden Tag, wenn wir ganz selbstverständlich zum Frühstück Honig aufs Brot geben, daran denken: Für 500 Gramm Honig müssen Bienen den Nektar von 7,5 Millionen Blüten einbringen und verarbeiten.
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