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Hämorrhoiden: Analhygiene ist wichtig

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Eine peinliche, eine verschwiegene Krankheit. Warum eigentlich, denn jeder Mensch hat sie: Die Hämorrhoiden. Im letzten Abschnitt unseres Verdauungsapparates sitzt das so genannte Hämorrhoidalpolster ein ringförmiger Blutschwamm im Enddarm.

Es ist ein Schwellkörper, der sich mit Blut füllt und den Darmausgang abdichtet. Was wir als Hämorrhoiden bezeichnen ist ein stark vergrößertes Hämorrhoidenpolster. Und das macht sich auf die bekannte, äußerst unangenehme Art bemerkbar: Es beginnt mit dem lästigen Afterjucken, das wird zum Brennen und schmerzhaft, danach folgen Blutungen und man hat das Gefühl, im After befindet sich ein Fremdkörper.

Für Hämorrhoiden gibt es meistens mehrere Ursachen:

  • Verstopfung wegen Bewegungsmangel oder falscher Ernährung
  • Zu starkes Pressen, wenn der Stuhl verhärtet ist
  • Eine angeborene Bindegewebsschwäche, die den Enddarm anfällig für Belastungen macht (Verstopfung)
  • Schwache Venen
  • Zu wenig Bewegung
  • Zu wenig Ballaststoffe bei der Ernährung
  • Stundenlanges Sitzen auf der falschen Unterlage

Sie können das Problem "Hämorrhoiden" verringern, wenn Sie einige grundlegende Regeln beachten:

Lassen Sie sich auf der Toilette Zeit und pressen Sie nicht zu heftig. Essen Sie viel Vollkornprodukte, Sauerkraut (roh), Obst und frisches Gemüse. Trinken Sie viel. Das alles macht den Stuhl weich und geschmeidig.

Analhygiene ist wichtig. Mit einem weichen, mehrlagigen Toilettenpapier vorreinigen, dann feucht nachreinigen. Dazu eignet sich am besten lauwarmes Wasser im Bidet oder mit einer Handdusche.

Trainieren Sie Ihren Schließmuskel. Mindestens einmal am Tag in einem 2- bis 3-Sekunden-Rhythmus den Schließmuskel ca. 30mal zusammenziehen, anhalten und wieder loslassen.

Wenn Sie einen sitzenden Beruf haben, dann sollten Sie alle Stunde für zehn Minuten aufstehen, herumlaufen oder Übungen machen.

Übrigens: Hämorrhoiden sind keine Alterskrankheit, dieses Krankheit können wir in allen Altersklassen finden. Natürlich ist auch hier der Arzt der letzte Ausweg, vor allem dann, wenn eine Operation fällig ist. Aber bevor es so weit kommt, können Sie selbst den Hämorrhoiden vorbeugen oder sie bekämpfen:

  • Vermengen Sie Ringeblumensalbe (Apotheke) mit Honig im Verhältnis 1 : 1. Den Ringelblume-Honig-Mix direkt aufstreichen und einwirken lassen.
  • Ein uraltes Hausmittel gegen Hämorrhoiden ist die Apfelkur: Trinken Sie jeden tag 1/4 Liter Apfelmost oder naturtrüben Apfelsaft.
  • Auch Zäpfchen und Salben aus dem Blatt des Hammamelisbaums helfen gegen Hämorrhoiden. Sie hemmen Entzündungen und bekämpfen sehr schnell das unangenehme Nässen der Hämorrhoiden.
  • Kochen Sie einen Löffel Taubnessel mit einer Tasse Wasser auf, fünf bis sieben Minuten ziehen lassen. Davon zwei bis drei Tassen pro Tag trinken.
  • Vermeiden Sie Süßigkeiten, die schaffen die Voraussetzungen für eine Verstopfung und belasten damit die Hämorrhoiden.
  • Wenn Sie anfällig für Hämorrhoiden sind, dann sollten Sie längere Aufenthalte in großen Höhen vermeiden.

Natürlich gibt es noch sehr viele Hausmittel mehr, die Sie fast alle standardisiert und als Naturarznei bei Ihrer Apotheke erhalten. In fast allen Fällen hat sich herausgestellt, dass Hämorrhoiden leicht verhindert und in den meisten Fällen auch ohne Operation behandelt werden können.

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