Großalarm für Allergiker: Birkenpollen wie noch nie!
Der lange anhaltende Winter mit seinen kalten Tagen hat den diesjährigen Pollenflug ausgebremst und verzögert. Jetzt aber kommt der Pollenflug - und das mit Macht. Professor Hans Merk (Präsident des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen) in einer Pressemitteilung: "Die ersten warmen Tage werden einen massiven Pollenflug auslösen."
Da sich der de Flug der Hasel- und Erlenpollen verspätet hat und jetzt mit dem Birkenpollenflug zusammentrifft, wird es Allergiker mit voller Wucht treffen. Vor allem, weil die Birkenpollen in diesem Jahr fliegen werden, wie noch nie. Das liegt daran, dass 2010 für Birken ein so genanntes "Mastjahr" ist: Sie setzen besonders viele Pollen frei. Prof. Merk: "Vermutlich kommt es bei Patienten mit einer Birkenpollenallergie in diesem Jahr zu besonders heftigen Allergiesymptomen." Das hängt aber auch von der Witterung ab: Temperatur, Wind und Niederschlage.
Die Saison für Birkenpollen beginnt etwa ab Mitte März und dauert bis in den Mai hinein. Merk rät: "Suchen Sie rechtzeitig einen Allergologen auf." Der Grund: Antiallergische Medikamente wirken am besten, wenn sie rechtzeitg und gleichmässig angewendet werden. Wichtig ist, den Heuschnupfen rechtzeitig zu behandeln und so das Asthmarisiko senken und die Krankheit nicht chronisch werden lassen.
Was Sie selbst bei Birkenpollenallergie tun können
Setzen Sie Ihrem Badewasser folgende Öle zu: Zehn Tropfen Teebaum- oder Eukalyptusöl, fünf Tropfen Pfefferminzöl und fünf Esslöffel Speiseöl. Darin ca. eine halbe Stunde baden.
Sobald die Pollen richtig fliegen hilft eine tägliche Nasenspülung mit Salzwasser. Dazu lösen Sie einen Teelöffel gewöhnliches Kochsalz in einem Viertelliter lauwarmem Wasser auf. Die Lösung in der Nase hochziehen. Das spült die Pollen aus, desinfiziert die Nasenschleimhaut, stärkt sie gegen Pollen.
Führt der Dauerheuschnupfen zu krampfartigen Hustenanfällen, dann helfen Ihnen Efeupräparate.
Wenn der Heuschnupfen auf die Augen übergegriffen hat, wenn Sie zuschwellen, ständig tränen oder sich gar entzünden, dann hilft Augentrostkraut. Zwei Teelöffel mit 0.3 Liter Wasser aufgießen und kochen, fünf Minuten ziehen lassen. Ein Tuch oder Wattebäusche mit dem abgekühlten Aufguß tränken und ca. eine Viertelstunde auf die geschlossenen Augenlider legen.
Waschen Sie Ihre Haare vor dem Schlafengehen. Das sind Polllenfänger, die setzen die Allergieerreger nachts ab, Sie atmen sie ein - schon haben Sie einen Heuschnupfen.
Benutzen Sie zur Kühlung Ihrer Räume keinen Ventilator: Der wirbelt die Pollen nur auf und verteilt sie im Raum.
Nicht bei geöffnetem Fenster schlafen. Und wenn, dann um 4 Uhr früh die Fenster schließen. Da beginnt der Pollenflug.
Wenn Sie in die Natur gehen, dann ziehen Sie einen Laubwald vor. Er filtert die Pollen der Wiese.
In die Auto-Klimaanlage gehört ein Pollenfilter
Mischen Sie zu gleichen Teilen Buchsbaumblätter, Melisse, Gelbwurzel, Johanniskraut und Kuhschelle (Apotheke) und trinken Sie davon täglich eine Tasse Tee, oder inhalieren Sie damit.
Bei einer Niesattacke hilft das Einatmen von Wasserdampf.
Gewöhnen Sie Ihren Körper an Pflanzenpollen durch den regelmäßigen Genuß von Honig.
Reiben Sie die Naseninnenwand mit Eukalyptusöl ein.
Machen Sie eine Kur mit Kolostralmilch, auch "Vormilch" genannt (Apotheke).
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