Gesundes Grillfest: Tipps und Ratschläge
1. Ist Grillen gesund für mich?
Ja, wenn Sie es richtig machen. Das Grillgut (Fleisch, Wurst, Fisch) gart schnell durch. Dank der hohen Oberflächentemperaturen von bis zu 300 Grad sind die Gerichte schnell fertig und bleiben innen saftig. Wertvolle Inhaltsstoffe, Spurenelemente und Mineralien bleiben erhalten. Da man zum Grillen eigentlich kein Fett benötigt, ist es eine gesunde Art der Zubereitung.
2. Folie unterlegen: Ja oder nein?
Ja, denn die Folie verhindert, dass Fett oder Bratensaft auf die Grillglut tropfen. Das kann erstens zu einem Hochschlagen von Flammen bis zum Grillgut führen, zweitens besteht die Gefahr, dass sich bei diesem Vorgang auf Holzkohle krebserregende Substanzen bilden, die mit dem entstehenden Rauch auf das Grillgut gelangen.
3. Temperatur testen
Da es beim Grillen sehr auf die richtige Temperatur ankommt (Fleisch höher, Fisch niedriger), müssen Sie die immer wieder testen. Das können Sie so machen:
Die flache Hand etwa 12 Zentimeter über die glühende Kohle halten und die Sekunden zählen, bis Sie Ihre Hand wegziehen müssen
Nach 1 - 2 Sekunden = hohe Hitze
Nach 3 - 4 Sekunden = mittlere bis hohe Hitze
Nach 5 - 6 Sekunden = mittlere Hitze
Nach 6 - 7 Sekunden = niedrige bis mittlere Hitze
Nach 8 - 9 Sekunden = niedrige Hitze
4. Gesundheitsgefahren beim Grillen
- Beim Grillen entstehen gesundheitsgefährdende Stoffe wie Nitrosamine und Benzpyren.
- Grillen ist oft mit Unfällen verbunden. Im Jahr werden ca. viertausend Grillunfälle bekannt, 500 davon mit schweren Verbrennungen. Die Dunkelziffer ist wesentlich höher.
- Gelangen Fett und Wasser auf die Glut, bildet sich Rauch, in dem große Mengen an Benzpyren enthalten sind. Nicht nur die Umstehenden, auch die Nachbarn atmen den Schadstoff ein. Außerdem steigt die Substanz im Rauch auf und schlägt sich am Grillgut nieder.
- Besonders die knusprige Kruste des Gegrillten enthält Benzpyren-Mengen von 6 bis 8 Mikrogramm pro Kilo Fleisch. Das entspricht dem Rauch von 600 Zigaretten.
- Verzichten Sie auf das Bespritzen mit Bier und das Einpinseln Mit Marinaden oder Öl während des Grillend.
- Würzen Sie Fleisch oder Fisch erst kurz vor dem Abschluss des Grillvorgangs mit frischen Kräutern.
- Verwenden Sie kein gepökeltes Fleisch zum Grillen.
- Das im Nitritpökelsalz enthaltene Nitrit verbindet sich unter Hitze-Einwirkung mit dem im Fleisch enthaltenen Eiweiß zu Krebs erregenden Nitrosaminen.
- Butter und Margarine zersetzen sich leicht bei den hohen Grill-Temperaturen. Es entwickelt sich ein stechender Geruch, ein unangenehmer Geschmack und es ist gesundheitsschädlich.
- Verwenden Sie keine Öl wie Weizenkeim-, Maiskeim- oder Sonnenblumenöl. Deren gesunde ungesättigten Fettsäuren oxidieren unter der starken Hitze zu gesättigten Fettsäuren, das erhöht den Anteil an schädlichem Cholesterin.
- Zum Grillen eignen sich Olivenöle, Erdnussöl oder industriell hergestellte Mischöle, weil die hohe Temperaturen aushalten.
- Da beim Grillen vorwiegend Fleisch mit hohem Fettanteil verwendet wird, ist der Verzehr von grossen Mengen Grillfleisch nicht gesundheitsfördernd. Ein hoher Fettverzehr führt zu Herz- und Kreislauferkrankungen und steht im Zusammenhang mit Dickdarm- und Prostatakrebs.
5. Alternativen zu Fleisch und Fisch
Viele Gemüsesorten eignen sich hervorragend zum Grillen. Dazu zählen Tomaten, Auberginen, Zuccini, Zwiebeln und vor allem Kartoffeln und Paprika. Einige unserer besten Würzkräuter wirken den gesundheitsschädlichen Stoffen beim Grillen entgegen. Dazu gehören:
- Salbei
- Rosmarin
- Thymian
- Oregano
- Basilikum
- Knoblauch
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