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Ekelfleisch: Wir werden beim Schinken betrogen

© Kalle Kolodziej - Fotolia.com
Aus kleinen Stückchen rohen Fleisches wird mit Hilfe eines Enzymschleims ein "Schinken" zusammengeklebt: Dieser neue Skandal um Ekelfleisch wurde jetzt vom NDR-Fernsehmagazin aufgedeckt. Dieses Kunstfleisch wurde ungekennzeichnet in den Handel gebracht.

Das zusammengeklebte Kunstfleisch wird als "Delikatess-Rohschinken" verkauft und mit Prädikaten wie "köstlich" oder "Spitzenqualität" bedacht. Der Vorteil für den Hersteller: Er kann auch nicht mehr als Schinken braucbares Mateerial verwenden, und er kann den so entstandenen "Schinken" in der für ihn am günstigsten Form herstellen. Für den Verkäufer ist nicht erkennbar, dass er schlichtweg eine Fälschung kauft. Informationen von:

So wird das ekelige Kunstfleisch hergestellt:

Kleine Fleisch- und Muskelfaserstücke wird das Enzym Transglutaminase zugesetzt und die Masse in einen Darm mit der gewünschten Form gefüllt. Dort "verklebt" Transglutaminase die Fleichbrocken und -fetzen zu einer festen Masse, die einen fleischähnlichen Zustand hat. Diese wird dann als Schinken verkauft.

Recherchen haben ergben, dass in einigen Produkten anderes Flerisch verklebt wurde, als auf dem Etikett angegeben. In sechs von 13 untersuchtn Rohschinkenprodukten beganden sich angeblich Schinkenscheiben, die aus mehreren Teilen zusammen geklebt waren. Ausgewiesen war die Ware aber lediglich als Lachs-, Nuss- oder luftgetrockneter Schinken.

Der Vorstandsvorsitzende des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes in Krefeld, Detlef Horn, forderte eine genau Kennzeichnung solcher Produkte. Der Verbraucher müsse schon auf der Verpackung erkennen, ob es ein gewachsener oder ein zusammengesetzter Schinken ist, den er da kauft.

Selbst wenn die Fleischstücke dank des Enzyms gut verklebt sind, kann man oft auch mit bloßen Auge feststellen, ob der angebotene Schinken aus verschiedenen Stücken zusammengesetzt ist, oder ob es ein gewachsener Schinken aus einem Fleischstück ist.

Mein Kommentar

Da bleibt einem doch der Bissen Frühstücksschinken im Halse stecken. Was lassen sich denn die Hersteller noch einfallen, nur um ihren Profit zu steigern? Auf eine Schweinerei stapeln sie die nächste. Und der im Wortsinn Geleimte ist immer der Verbraucher. Uns Verbraucher kann ich nur immer mehr bedauern, und den Leuten vom NDR meine Hochachtung aussprechen, dass wieder einmal eine üble Machenschaft aufgedeckt wurde.

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