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Deutsche sauer auf Gesundheitspolitik

Es wird immer teurer, es wir immer unverständlicher - besser aber wird es offenbar nicht: Unser Gesundheitswesen. Auch jetzt ist es wieder schwer im Gerede, die Argumente gehen hin und her, es wird gestritten - aber ohne Erfolg. Die Patienten sind unzufrieden, die Ärzte sind unzufrieden, das Pflegepersonal ist unzufrieden - was ist denn nun wirklich los?

2004 wurden wir von einer Gesundheitsreform beglückt, 2009 kam schon wieder eine und jetzt fordern zwei Drittel der Deutschen erneut eine Änderung im Gesundheitswesen. Kein Wunder: Das Kranksein wird für Versicherte immer teurer. Dabei sind die Menschen mit dem Gesundheitssystem an sich zufrieden.: Nach einer Emnidumfrage wird es von über der Hälfte für gut befunden. Aber: Sogar von den Zufriedenen würde etwa die Hälfte gerne in ein anderes System wechseln.

Hauptgrund für die Unzufriedenheit: Fast drei Viertel der Befragten finden, dass im Gesundheitssystem Geld verschwendet wird. Und die große Mehrheit von 67 Prozent hält es für zu kompliziert und zu teuer. Außerdem wurde festgestellt, dass nur noch wenige Menschen unser Gesundheitssystem wirklich verstehen. Das - so die Umfrage - macht den Menschen Angst.

Mein Kommentar:

Die närrischen Tage sind eigentlich eine eng begrenzte Zeit: Von Weiberfastnacht bis zum Aschermittwoch. Im Gesundheitswesen aber sind sie offensichtlich ein Dauerzustand. Da haben die Verantwortlichen ganzjährig die Narrenkappe auf und machen aus einem der lebenswichtigsten Bereiche unseres Gemeinwesens eine Karnevalsveranstaltung auf der jeder Blödsinn gestattet ist. Fazit einer Emnid-Umfrage: Das Gesundheitssystem macht unseren Menschen Angst. Das ist so ungeheuerlich, das einem jeder Karnevalswitz im Halse stecken bleibt. Man sollt die Verantwortlichen mit der Narrenpritsche durch den Rosenmontag prügeln.

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