Darmkrebs: Vorsorge wird leichter
Britische Forscher waren von zwei Voraussetzungen ausgegangen:
- Bösartige Darmtumore wachsen in zwei Dritteln der Fälle im Enddarm oder an den unteren Darmabschnitten.
- In den meisten Fällen beginnt der Krebs um das 60. Lebensjahr.
Bisher galt: Darmspiegelungen (Koloskopie) regelmässig im Abstand von sieben bis zehn Jahren durchführen. Dabei muss eine absolute Reinigung der Därme durchgeführt werden, der Betroffenen wird während der Untersuchung in eine leichte Betäubung versetzt. Man geht nun davon aus, dass das möglicherweie zu viel des Guten ist, dass eine Spiegelung des letzten Darmabschnitts (Sigmoidoskopie) oft genügt, um die Neuerkrangungen und die Todesfälle an bösartigen Dickdarmtumoren signifikant zu reduzieren. Bei dieser Form der Darmuntersuchung genügt zur Darmreinigung ein einfacher Einlauf.
Eine der Hauptursachen für die Entstehung von Darmkrebs ist die Ernährung. Falsches Essen, vor allem zuviel Fleisch, Streß, Medikamente und Umweltschadstoffe schädigen nicht nur den Magen, sondern auch den Darm. Der Darm muß ja alles, was wir dem Körper zuführen kontrollieren, sichten, zerlegen, verwerten. Wenn er nachläßt, dann wird der ganze Organismus vergiftet.
Damit schaden Sie Ihrem Darm
Zuviel Kaffee, Rauchen, Alkohol, scharfes Essen. mangelnde Bewegung, Medikamente. Vor allem Antibiotika, welche die Darmflora zerstören. Diese aber ist sehr wichtig für unsere Gesundheit. Die Darmflora ist die Welt der positiven, gesundheitsfördernden Darm-Bakterien. Hier werden Vitamine erzeugt, alle lebenswichtigen Stoffe aus den verdauten Speisen geholt und durch die Darmwand dem Blut zugeführt. Hier werden feindliche Bakterien bekämpft und eliminiert. Hier werden 70 Prozent der Immunkraft für den ganzen Organismus aufgebaut. Üppiges Essen, hastiges Essen, zu fettes und zu süßes Essen schaden dem Darm. Auch zuviel Salz. Wir sollten reichlich Ballasstoffe, viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch essen. Wir sollten viel Flüssigkeit zu uns nehmen, damit Giftstoffe abtransportiert werden.
Damit helfen Sie Ihrem Darm
- Ganz wichtig ist das Basen-Säure-Gelichgewicht in Ihrem Körper.
- Ersetzen Sie tierische Fette durch Pflanzenöle. Nutzen Sie die sekundären Pflanzenstoffe. Zum Beispiel:
- Zitrusfrüchte enthalten Naringenin
- Sellerie und Petersilie sowie Thymian Apigenin
- Zwiebeln, Grünkohl, Äpfel Quercetin und Polyphenole
- Äpfel und Tee Catechine
- Kirschen, Trauben, schwarze Johannisbeere Cyanidine.
Alle diese Stoffe schützen den Darm, bauen ihn auf.
Vermindern Sie das Krebsrisko im Darm
Folgendes Gemüse stellt eine interessante Darmkrebs-Vorsorge dar: alle Kohlgemüse, Tomaten. Ganz wichtig für den Darm: 5 mal am Tag Obst und Gemüse in allen Farben, soviel man in eine Hand hineinbekommt. Für ein vermindertes Krebsrisiko im Darm brauchen wir täglich 30 bis 35 Gramm Ballaststoffe, weniger Fett,kein rotes Fleisch, keinen Alkohol, kein Nikotin. Wir sollten Milchsäure-Bakterien zuführen: mit Sauerkraut, Brottrunk, milchsauer vergorene Gemüsesäfte.
Regelmässiger Stuhlgang durch Bewegung
Überaus wichtig bei der Vorbeugung gegen Darmkrebs ist ein regelmässiger Stuhlgang. Dem können Sie helfen durch:
- Radfahren im Liegen. Wie ein Storch auf einen Bein stehen,den anderen Oberschenkel heranziehen, mit den Armen umfassen, an den Bauch ziehen, 15 Sekunden so bleiben.
- Mehrmals am Tag Bauchschnellen, um die Darmpassage zu fördern. Bauch herausstrecken, Bauch einziehen, Bauch herausstrecken, Bauch einziehen. Viele Male. Dabei mit angezogenen Knien auf den Rücken legen.
- Sehr sinnvoll sind auch Entspannungs-Übungen.
- Ihre Nahrung sollte ca. 10 bis 15% Ballaststoffe enthalten.
Und: Egal, für welche Form der Darmspiegelung Sie sich entscheiden - lassen Sie sie machen.
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